Hoorn am IJsselmeer – Sturm, fünf Meter Wellen und Warten auf den richtigen Moment

Es ist das zweite Türchen nach dem ersten Advent. Die Sonne scheint, und wir warten auf die Durchfahrt, gerade vor uns hebt ein sehr großes Baggerboot, Sand aus der Marina, um den Tiefgang zu sichern. Der Jachthaven WSV Hoorn, ist eine wirklich schöne gepflegt Marina, hier spricht der Hafenmeister sogar Deutsch. https://wsvhoorn.nl. Wir warten auf besseres Wetter. Das macht uns alle ein wenig traurig, denn unsere Segelfreunde, die wir in Helgoland kennengelernt haben, sind schon in A Coruña und warten auf uns. Aber Sicherheit geht vor! Bei fünf Meter Wellen und Windstärke 10 will man weder segeln noch motoren und ich schon gar nicht. Manchmal würde ich gerne aussteigen, raus aus der Matrix-Welt, um zu sehen, wie es dort draußen im Universum aussieht. Wo all die Engel und Wesen sind, die noch nicht wieder inkarniert sind, wo Gott und Gottheiten sind. Wie sie leben, wie sie sich bewegen, wie ihr Tun ist! Wie es wäre, sie mit eigenen Augen zu sehen. Als könnte man in den Kern des Lichts eintauchen, in das zarte Zentrum der Glühbirne, aber mit Abstand, um es zu verstehen. „Ok, das klingt alles ein wenig wirr!“ Eigentlich will ich es richtig sehen und begreifen! Aber wahrscheinlich reicht unser Auge nicht dafür aus?! Wir spüren Strom, wenn er stark ist und manchmal vielleicht WLAN?Vivi driftet wieder ein wenig ab, das passiert seit wir unterwegs sind öfter. Ich denke über die Erde nach, über das Meer, über die Menschheit und das große Ganze. Aber gut, zurück ins Jetzt!

Ein zauberhaftes Städtchen

Horn ist klein, entzückend, und die Menschen hier sind unglaublich freundlich. Es scheint, als seien alle in einer gemeinsamen Aura, ständiger Körperkontakt, als wäre das normal. Menschen grüßen, sind höflich und lächeln. Wie komisch, dass so etwas Normales hier bewusst wird und auch in unserer Familie ein Thema ist. Der Montag fühlt sich ein bisschen wie ein verkehrter Sonntag an. Simon zaubert fantastische Palatschinken, gefüllt mit Marillenmarmelade und Nocciolata. In Valis Adventstürchen findet sie Wolle und sie freut sich riesig. Heute werden wir noch in die Stadt gehen, um Stricknadeln zu kaufen. Dieses kleine, wundervolle Städtchen erinnert an ein Bühnenbild: hell beleuchtet wie ein Broadway-Stück. Man könnte klatschend durch die Straßen gehen, denn durch jedes Fenster zu schauen, ist fast wie das Öffnen eines Türchens in einem ganz besonderen Adventskalender……

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