Die belgische Hafenstadt Zeebrügge liegt an der Nordsee und ist ein Stadtteil von Brügge. Per Funk, bitten wir um die Erlaubnis, den Hafen, beziehungsweise die Marine anfahren zu dürfen. Wir müssen eine halbe Stunde warten, bis ein grosses Schiff den Hafen verlässt und so halten wir im Dunklen, unter Motor, die Position. Die Strömung ist gegen uns und so kommen wir eine gefühlte Ewigkeit, in der Marina an. Das Wasser im geschützten Bereich, ist eben und glatt. Es schillert wie ein Spiegel, ein See, wie aus einem Wald Disney Film. Auch hier sind wir die Einzigen, nichts los im Winter. Wir sind begeistert, Stromsäulen und Wasser direkt am Steg, vor unserem Boot. Das Anlegen macht richtig Spass. Trotz Umbauarbeiten haben sich die Leute hier was ausgedacht, in Container, Duschen reingebaut. Sie sind super sauber und herrlich heiss. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Eine heisse Dusche und gutes Essen, dann ist mein Leben perfekt! Wir bleiben zwei Tage, her Himmel ist bewölkt, keine Sonne, nicht mal ein Verdacht, so kenne ich Belgien, wann auch immer ich in Belgien war, es war immer grau in grau. Darum fand ich den Filmtitel „Leben und sterben in Brügge“, immer amüsant. Hier kann ich endlich Wäsche waschen und hole Schokolade und Eclairs für Valerie. Francis vom Royal Belgien Sailingclub, gibt uns noch Fahrräder um in die Stadt zu fahren. Aber was lehrt uns das Leben? Machst du Pläne, lacht Gott?! Ja, Ja! Vivi, kennt das schon, ihr ganzes Leben. Anstatt in die Stadt zu fahren, beschliesst Simon weiterzufahren, weil das Wetter passt! Ok, also jetzt geht es los! Wir werden in den Englischen Kanal fahren. Viele schaurige Geschichten wurden uns erzählt, so fahren wir nicht ganz so entspannt in den Ärmelkanal. Der Rum wird geholt. Ein grossen Schluck bekommt die See und danach chante ich. Ja, genau! Was für die einen die Bibel oder ein Gebet ist, mache ich mit Gesang. Ich bitte das Meer um Einlass, um den Schutz der Götter, den Schutz des Himmels und der Erde. Wer so im Einklang mit der Natur lebt und auf die Zeichen hört, der beginnt jede Reise mit Respekt, Ehrfurcht und Hingabe. Vielen Dank für den schönen Aufenthalt lieber Francis vom https://www.rycb.be/ Eines Tages werden wir wiedermal vorbei kommen, aber das wird noch ein bisschen dauern.

